segelspinne

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3.08 – Eine Stunde genau ist vergangen, seit ein sehr kleiner Gegen­stand den Luft­raum über der Tastatur meiner Schreib­ma­schine durch­querte. Er kam von links, also von Westen, und flog nach rechts, also gegen Osten, und weil nicht das geringste Geräusch zu hören war, das Geräusch eines Aufpralls in etwa, war ich zunächst über­zeugt, mich geirrt zu haben. Aber dann konnte ich im Licht der Tisch­lampe einen sehr feinen Faden erkennen, der sich über die Tasten gelegt hatte. Ich erin­nerte mich sofort an eine Spinne, die ich im Früh­jahr zuletzt auf meinem Schreib­tisch gesehen habe, ein hübsches, geräusch­loses Wesen. – Es ist jetzt kurz nach halb fünf Uhr und ich bin zufrieden. Ich habe eine Stunde lang nichts getan, als mit einem feinen Pinsel bewaffnet auf der Schreib­tisch­platte unter dem Licht des Elek­tro­mondes einen Kampf gegen eine Spring­spinne zu fechten, die kaum größer ist als ein Steck­na­del­kopf, schwarz und weiß geti­gert, und so verspielt wie eine junge Katze. Hab ich diesen Text nicht bereits vor langer Zeit schon einmal gedacht? – stop

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