take the “A” train — protokollfaden

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tan­go : 0.18 — Vor weni­gen Minuten ist etwas Erstaunlich­es passiert. Ich habe das feine Jaz­zstück Take the “A” Train in der Inter­pre­ta­tion Dave Brubecks und seines Orch­esters gehört, und zwar in einem Zim­mer hier in Mit­teleu­ropa bei bester Ton­qual­ität. Das sehr Beson­dere an diesem Ereig­nis ist gewe­sen, dass die Musik Dave Brubecks zunächst in einem kleinen Städtchen nahe der Stadt New York aufgelegt wor­den war, näm­lich in den Stu­dios eines Jaz­zsenders von mein­er Zeit nur um Sekun­den­bruchteile ent­fer­nt, so dass ich gern behaupten würde, dass zu der sel­ben Zeit, da ich sieben­tausend Kilo­me­ter weit ent­fer­nt west­wärts die ersten Geräusche des Orch­esters vernehmen kon­nte, Dave Brubeck im Stu­dio von ein­er dig­i­tal­en Tonkon­serve her zu spie­len begann. Unverzüglich sauste das Stück in kleine Pakete zer­legt und auf einen Pro­tokoll­faden gerei­ht im Daten­tun­nel unter dem Atlantik hin­durch zu mir hin, jedes einzelne Paket nur für mich und meine Com­put­er­mas­chine bes­timmt, wo es rasend schnell zusam­menge­set­zt und somit hör­bar wurde. Das Wun­der der Musik. Das Wun­der ihrer Reise. Das Wun­der mein­er Ohren, dass sie existieren. — Kurz nach Mit­ter­nacht. Stür­mis­ch­er Wind pfeift ums Haus.
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