uhrwesen

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fox­trott : 0.05 — In der linken Hand halte ich Ilja Trojanow’s Roman Eis­tau fest, an der recht­en Hand sitzt die Küh­le der Uhr meines Vaters. Ich habe sie zur Probe angelegt. Vor zwei Wochen war sie noch an sein­er Hand gewe­sen. Es ist erstaunlich, die Uhr geht noch immer auf die Sekunde genau, wie seit vie­len Jahren schon. Immer dann, wenn ich sie betra­chte, meine ich, die Zeit als ein eigensin­niges Wesen zu sehen, die Zeit meines Vaters, die sich ohne ihn fort­set­zt. Ich gehe mit den Augen durch das Zim­mer spazieren. An den Wän­den Bilder, die Lebende und Tote zeigen. Und dieser Regen. Sand­warm und müde. — stop

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