wintermütze

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kili­man­dscharo : 8.55 – Seit Tagen frag ich mich, welchen Anblick ich darge­boten haben könnte, narko­ti­siert, ich, Louis, über vier Stunden Zeit im chir­ur­gi­schen Saal auf einem Tisch. Habe ich gespro­chen? Habe ich mich aus eigener Kraft bewegt? Wenn ich sage: Meine schla­fenden Augen, spreche ich von Augen, die ich nie gesehen habe. Kann mich an den Moment des Schla­fens nicht erin­nern, als ob dieser Moment nie exis­tierte. Möchte bald meinen, unter Narkose unsichtbar geworden zu sein. Statt­dessen war ich sichtbar, wie ich zuvor nie sichtbar gewesen bin. Mein Ellen­bogen, von mehreren Seiten her geöffnet, ausge­leuchtet, darge­legt. Einer der Chir­urgen, die operierten, erzählte, man habe, sobald Kapsel, Bänder, Muskeln, Sehnen sortiert und genäht worden waren, alle übli­chen Bewe­gungen eines Ellen­bo­gen­ge­lenks erfolg­reich auspro­biert, ich solle mir keine Gedanken machen, ich könne bald wieder schreiben von Hand, essen, meine Winter­mütze aufsetzen. Im Januar spätes­tens das beid­hän­dige Werfen schwerer Koffer üben. – stop

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