apfel pfirsich bananen

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sierra : 3.15 – Es war kurz nach sechs Uhr morgens. Ich beob­ach­tete am Flug­hafen eine Frau wie sie im Super­markt Früchte berührte. Ihre Hände steckten in Plas­tik­hand­schuhen, sie trug eine Brille, die sehr groß ausge­fallen war, und einen papie­renen Schutz vor dem Mund, der sich wie ein Segel vor ihrem Atem blähte. Sie schien sehr aufge­regt zu sein, ihre Hände bewegten sich hastig, zwei Äpfel, einen Pfir­sich, drei Bananen legte sie in ihr Körb­chen ab, dann eilte sie weiter sofort zur Kasse, wo sie warten musste. Sie wirkte seltsam verloren, kaum jemand schien sie zu beachten. Sie stand in der Schlange, unruhig, eine Erschei­nung, als wäre sie verse­hent­lich viel zu früh an einem Zeitort ange­kommen, der noch nicht bereit war, sie aufzu­nehmen. Plötz­lich stellte sie das Körb­chen, das sie auf ihrem Roll­koffer balan­ciert hatte, auf den Boden und flüch­tete. – Ein Gedanke zunächst, dann ein Wort, ein ers­tes Wort, ein Satz, ein ers­ter Satz. Dort herum wachsen weitere Gedanken, lang­same Tage, Tage des Sammelns, lang­same Nächte, Nächte des War­tens, Land ent­steht, Land, auf dem sich’s leben und erzäh­len lässt. Zeichen für Zeichen, das Wach­sen eines Koral­len­mundes.- stop

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