celestia

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delta : 20.58 UTC – Es war an einem Abend kürz­lich, dass ich die wohl­klin­gende Stimme einer Frau bemerkte, die in einem Wasserbus jeweils die kommende Halte­sta­tion der Linea 4.1 ankün­digte. Je länger die Fahrt dauerte, desto dring­li­cher wurde der Wunsch, diese Stimme aufzu­nehmen, sie fest­zu­halten, sie für mich einzu­fangen. Ich fuhr nach Reden­tore zurück und setzte mit meiner Rund­reise um die Stadt Venedig von Neuem an. Indessen verzeich­nete meine Schreib­ma­schine jedes Geräusch der einstün­digen Fahrt, Wellen, Gespräche, Kommandos des Piloten und seiner Assis­tentin, das knir­schende Geräusch der Taue, wie sie sich um eiserne Kamel­schiffs­hö­cker winden, auch Schritte der Ausstei­genden, Schritte der Zustei­genden, und eben immer wieder diese zärt­liche Stimme: Prossima fermata Celestia. Next stop Celestia. Wie, wenn diese Stimme noch in Jahr­hun­derten hörbar wäre, diese Stimme einer dann längst vergan­genen Person. Kein Grund zu entde­cken in dieser Minute, weshalb je weitere Stationen der Stadt Venedig zu erfinden wären. stop

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