chatraupe

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oli­mam­bo : 0.10 – Auf dem Fen­ster­brett. Schau auf die Straße hin­unter und höre selt­samen Schwal­ben zu, wie sie pfeifend und fressend durch die Nachtluft flitzen. Angenehme Stunde, obwohl mir ger­ade nichts ein­fällt, weil befan­gen von Fernse­hbildern, die ich vor ein­er Stunde noch beobachtet habe. Froh, dass ich das Fernse­hgerät endlich auss­chal­ten kon­nte. Und wenn ich nun vom Fen­ster aus ins Zim­mer schaue, sehe ich einen weit­eren Text, als meinen schweigen­den Text, zeilen­weise auf dem Bild­schirm mein­er großen Schreib­mas­chine entste­hen, ohne dass ich zur Entste­hung dieses Text etwas beitra­gen müsste. Der Text schreibt sich langsam schwin­gend wie eine Raupe vor­wärts. Natür­lich ist dieser Text auf dem Bild­schirm kein Lebe­we­sen, wie eine Raupe ein Leb­we­sen ist, das ster­ben, also aufhören kön­nte. Dieser Text ist das Ergeb­nis ein­er Schreibar­beit, die fün­fundzwanzig oder sech­sundzwanzig Men­schen in diesem Moment in ihren Chat­pro­gram­m­masken ver­richt­en. Der Ver­dacht, der Text schreibt sich auch dann, wenn ich nicht anwe­send bin. — Acht Uhr zwölf in Rangen, Bur­ma. — stop

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