east village : gehschläfer

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marimba : 0.18 – So, stell ich mir vor, könnte das sein. Es ist Abend geworden, Zeit das Büro zu verlassen. Man tritt vor das Gebäude, in dem man seine Tage fristet, setzt sich ein elek­tri­sches Häub­chen auf den Kopf und schon schließt man die Augen und schläft und geht in dieser Weise schla­fend auf Wegen nach Hause, die für schla­fende Menschen vorge­sehen sind. Niemand würde je auf die Idee kommen, einen schla­fenden Pendler zu wecken. Drei Stunden, sagen wir, im Tief­schlaf schreitet man die 5th Avenue down­town, biegt bald in die 23. Straße ein, folgt ihr, weiß der Himmel wovon man gerade träumt, bis zur 1st Avenue, um kurz darauf in der 20. Straße zu landen, Haus No 431, dort wird man geweckt und findet sich im Aufzug wieder, wie frisch gebadet im Kopf, um eine Nacht reicher geworden, zu feiern, zu lieben, mit Kindern zu spielen. Am nächsten Morgen macht man sich wieder auf den Weg, setzt sich sein Häub­chen, und auch die Kinder setzen sich ihre Häub­chen auf den Kopf, und so weiter und so fort. Irgendwo sollte eine zentrale Station exis­tieren, die Schlaf und Schritte jener schlum­mernden Menschen steuert. – stop

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