halsposaune

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alpha : 15.12 — Es ist Fre­itag. Seit ein­er hal­ben Stunde ver­har­rt der Hil­f­spolizist Thomas Lieber­mann an der Cen­tral­sta­tion vor dem Gleis 8 völ­lig bewe­gungs­los, weil ihm ein sehr klein­er Mann begeg­net war, der über Fähigkeit­en ver­fügte, die Herr Lieber­mann nicht vorherse­hen kon­nte. Es war näm­lich so gewe­sen, dass er diesen kleinen Her­rn kon­trol­lieren, das heißt präzise, den kleinen Mann aus der Halle des Bahn­hofes ent­fer­nen wollte, weil der kleine Herr sehr ärm­lich gek­lei­det war und außer­dem schmutzig und ver­let­zt durch eine Wunde an der linken Wange, die nicht sehr gut, vielmehr äußerst schreck­lich wirk­te. Sie bewegte sich näm­lich, irgen­det­was in der Wunde bewegte sich. Nun ließ sich der kleine Herr, der einen schäbi­gen, blauen Kof­fer auf den Boden abgestellt hat­te, nicht bewe­gen in Rich­tung des Aus­ganges zu gehen. Er sah Her­rn Lieber­mann stattdessen mit einem fes­ten Blick ent­ge­gen, weil er der fes­ten Überzeu­gung gewe­sen zu sein schien, dass er sich nicht oder nicht auf Befehl hin auf den Weg machen würde hin­aus in die Kälte. Kurz darauf öffnete der alte Mann seinen Mund. In diesem Augen­blick erkan­nte Hil­f­spolizist Thomas Lieber­mann, dass er etwas Außergewöhn­lich­es erlebte. Denn in den Rachen des Mannes tief im Schlund war, nun­mehr gut sicht­bar, der Klangtrichter ein­er kleinen Posaune ein­ge­lassen. Von dort her war unverzüglich ein sonor­er Ton zu hören, der die Halle erbeben ließ, sowie Her­rn Lieber­mann in einen Zus­tand der Erstar­rung ver­set­zte. Das war vor ein­er hal­ben Stunde gewe­sen, aber das erzählte ich bere­its. Auch drei Tauben ließen ihr Leben. — stop
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