isaac bashevis singer

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sier­ra : 22.55 — Mittwoch. Abend. Weit­er­hin Regen. Regen auch während ich schlief. Ich kon­nt ihn hören von zu Zeit zu Zeit, wenn ich auf­tauchte, ohne ganz wach zu wer­den. Von irgend­woher jet­zt ein Geräusch, pling, pling, und Isaac B. Singers helle und zugle­ich raue Stimme, indem sie eine Geschichte erzählt, die ich in den ver­gan­genen Tagen wieder und wieder hörte. Die Geschichte geht so: Kurz nach mein­er Ankun­ft ( in Ameri­ka ) betrat ich zum ersten mal eine Cafe­te­ria, ohne zu wis­sen was das ist. Ich hielt es für ein Restau­rant. Ich sah lauter Leute mit Tabletts und fragte mich, warum man in so einem kleinen Restau­rant so viele Kell­ner brauchte. Ich gab jedem, der mit einem Tablett vor­beikam, ein Zeichen. Ich hielt sie alle für Kell­ner und wollte etwas bestellen. Aber sie ignori­erten mich, manche lächel­ten auch. Und ich dachte, was für ein unwirk­lich­er Ort! Es war wie in einem Traum. Ein kleines Café mit so vie­len Kell­nern, und nie­mand beachtet mich! Irgend­wann begriff ich dann, was eine Cafe­te­ria ist. Sie wurde mein zweites Zuhause. Die Cafe­te­rien wur­den eine Art Zuhause für Flüchtlinge aus Polen, Rus­s­land und anderen Län­dern. Viele mein­er Geschicht­en spie­len in Cafe­te­rien, wo all diese Men­schen aufeinan­der­trafen: die Nor­malen, die weniger Nor­malen und die Ver­rück­ten. Das ist also der Hin­ter­grund mein­er Geschicht­en, die in Cafe­te­rien spie­len. — stop

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