körperzeit

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15.35 – Körper­zeit kennt nur eine Rich­tung. Die elek­tri­sche Wahr­neh­mung der Wirk­lich­keit, der gegen­wär­tigen wie der vergan­genen Wirk­lich­keit, scheint dagegen niemals linear zu sein. Viel­leicht deshalb, weil sich die Substanzen der Erin­ne­rung wie Flüs­sig­keiten verhalten. Eine Ordnung hinein­zu­denken fordert Arbeit, ein Vorher und Nachher zu iden­ti­fi­zieren, Konse­quenz. Nie kann ich sicher sein, ob ich meine vergan­gene Zeit gerade wieder­finde oder ob ich eine ganz andere, nie dage­we­sene Zeit erfinde. – Habe einen Katalog jener Erschei­nungen erstellt, die ich in der Google Earth Pixel­welt aufsu­chen werde, beispiels­weise Kamel­ko­lonnen auf einer Wüsten­ober­fläche oder die Spuren des Krieges in der Stadt Grosny, Ground Zero, Gold­grä­ber­sied­lungen am Amazonas, meine alten Spazier­wege in Paris, Eisver­käufer im Central­park, die kleine Stadt Petuschki und ihre Eisen­bahn, Elephan­tis­land, Menchen­ka­ra­wanen auf dem Chomo­lungma, Soveto, Lampe­dusa, Alca­traz. – Null Uhr sieb­zehn in Lhasa, Tibet.

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