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tan­go : 23.59 — Mit dieser Minute endet Louis’ 18868. Leben­stag. Ich habe an diesem Tag eine selt­same Erfahrung gemacht. Vor ein­er Stunde unge­fähr bemerk­te ich, dass ich mein Notizbuch, in welch­es ich hand­schriftlich Wörter notiere, mit schein­bar anderen Augen als noch am frühen Mor­gen betra­chtete. Ich dachte, bei diesem kleinen Heft hier han­delt es sich um meinen einzig verbliebe­nen Raum, in dem ich Gedanken aufze­ich­nen kann, die nur für mich bes­timmt sind. Ja, so kön­nte es gekom­men sein. Alle Wörter, die ich mit­tels mein­er elek­trischen Schreib­mas­chine, die mit dem Inter­net ver­bun­den ist, notiere, sind oder sind möglicher­weise öffentliche Wörter, weil sie einem kom­mu­nika­tiv­en Sys­tem ver­bun­den sind, welch­es jed­erzeit aus­ge­le­sen und gespe­ichert wer­den kann auf unbes­timmte Zeit. Es existieren demzu­folge aufgeze­ich­nete Wörter ein­er­seits, die tat­säch­lich solange pri­vat sind, wie ich den Kof­fer, in dem ich sie auf­be­wahre, nicht ver­liere, ander­er­seits aufgeze­ich­nete Wörter, die sich außer­halb dieses Kof­fers befind­en. — stop

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