louis armstrong

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5.15 – Gestern, in den frühen Abend­stunden, eine zauber­hafte Text­pas­sage erin­nert, die ich vor langer Zeit einmal gelesen habe. Sie erzählte etwas von der Liebe zu Honig­broten und von der Ruhe eines Morgens vor einem leeren Schreib­tisch und von Louis Armstrongs knur­render und schnar­render Stimme, und weil ich gerade in einem Super­markt unter­wegs gewesen war, habe ich mir ein Glas Honig gekauft. Ich wollte der Kassie­rerin erzählen, weshalb ich mir Honig kaufe und dass dieses Glas das erste Glas Honig sei, das ich seit Jahren mit mir nach Hause nehmen würde, und dass man, wenn es regnet, zu Hause herum­sitzen könne und George Gershwins Summer­time hören in 20 Varia­tionen. Dann wahr­ge­nommen, wie müde, wie erschöpft die Frau gewesen ist. Anstatt zu spre­chen, etwas Scho­ko­lade ange­boten. Ihr selt­samer Blick ins rote Licht des Scan­ners. – Wenn man jahre­lang Bomben unter Menschen wirft, genügt die Behaup­tung einer Bombe, um eine Menschen­menge in eine tödlich wirkende Panik zu versetzen.

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