minutengeschichte

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echo : 0.02 UTC — Im Haus der alten Men­schen in einem Flur ste­ht ein Roll­stuhl. Eine sehr kleine Per­son sitzt in diesem Stuhl, so klein ist sie, dass von hin­ten her nur ein Hut von ihr zu sehen ist, der sich nicht bewegt, weil die kleine Per­son, eine alte Dame, eingeschlafen ist. Auf einem Sofa in ihrer unmit­tel­baren Nähe hockt ein Mann, ihr Sohn. Der Sohn schaut zum Fen­ster hin­aus, es blitzt, ein Regen begin­nt, der die Luft hell wer­den lässt, und dann don­nert es, und die alte Dame wird wach. Mit ihren mageren Hän­den, die zit­tern, nähert sie sich ihrem Sohn. Er lächelt sie an, und sie sagt zu ihm: Komm hilf mir, ich möchte auf­ste­hen und gehen. Und der Mann antwortet: Mut­ter, du kannst nicht gehen, Du bist seit einem Jahr nicht auf eige­nen Beinen ges­tanden, Du bist schw­er gestürzt, Du bist auf Deinen Kopf gefall­en, Deine Beine sind so dünn, dass ich sie je mit ein­er Hand umfassen kön­nte. Und da sagt die alte Dame zu ihm: Ich kann gehen, ich weiss das, komm hilf mir, ich bin immer gegan­gen. Warum willst Du mir nicht helfen! Und sie sieht ihn an, er ken­nt diesen Blick. Und es don­nert und blitzt da draussen vor dem Fen­ster, ein wun­der­bares Gewit­ter, ganz wun­der­bar. — stop
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