minutenminiatur : schlaflos

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nordpol : 8.16 UTC – Um kurz nach sechs Uhr in der Früh berichtet Katha­rina in einem Laden unter dem Flug­ha­fen­ter­minal 1 vor einer Kasse stehend, sie fliege nun seit bald zwei Jahren Lang­strecke nach New York und wieder zurück. Eine anstren­gende Pendel­be­we­gung, gerade eben vor einer halben Stunde erst sei sie gelandet, sie liebe die Beob­ach­tung des Sonnen­lichts, das in großer Höhe über dem Atlantik während eines Nacht­fluges zurück nach Europa im oran­ge­far­benen Zwie­licht stets sichtbar am Hori­zont verweile. An diesem Morgen ist Katha­rina sehr aufge­regt, sie habe, sagt sie, in den vergan­genen zwei Jahren die Stadt New York selbst nie betreten, gestern aber, vor wenigen Stunden, mit einer Kollegin, mit Muriel, vom Flug­hafen John F. Kennedy aus ein Taxi genommen, um über die Williams­burg Bridge zum ersten Mal in ihrem Leben nach Manhattan zu fahren, drei Stunden Zeit. Sie seien am Times Square gewesen, vor der New York Public Library, im Grand Central Terminal und im Central Park, noch immer spüre sie Span­nung, vermut­lich könne sie nicht schlafen. – stop
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