mollusken

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marimba : 5.12 – Ich zählte Wolken, ein, zwei, drei. Ich lag auf dem Rücken in einem Kinder­wagen, der rollte, und ordnete Kissen und Rasseln und einen Himmel, der nah war, sehr nah, zum Greifen nah war er gewesen, weil ich noch nicht stehen und laufen konnte, so wie ich wollte. Kaum konnte ich laufen, zählte ich Schne­cken. Ich zählte die Schne­cken im Wald, in dem ich spazierte, ich zählte die roten, die nackten, die gelben, die blauen Schne­cken­mol­lusken, ich zählte bis zehn, dann lernte ich hundert und zählte solange ich ging ohne Summe, vorsichtig, weil ich noch klein war und die Schne­cken so groß wie meine Schuhe. Dann lag ich wach, ich war verliebt und konnte nicht schlafen und hörte den Regen gegen die Fenster pras­seln. Jetzt zählte ich Regen, das Wasser. Ich lernte, wohl weil ich verliebt gewesen war, dass es einen Regen gibt, der gezählt werden kann, und einen anderen Regen, den ich als Rauschen hörte, einen Regen, der zu schnell ist, um je von einem Menschen berechnet zu werden. – Es ist jetzt kurz vor halb sechs. Habe die Knochen der Hand studiert. Noch immer keine Dämme­rung. Bald Winter.

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