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23.30 — Ob es vielle­icht möglich ist, Papiere zu erfind­en, die ess­bar sind, nahrhaft und gut ver­daulich? Man kön­nte sich in einen Park set­zen beispiel­sweise und etwas Chatwin beobacht­en oder Lowry oder Calvi­no, Büch­er, die Seite für Seite nach bel­gis­chen Waf­feln schmeck­ten, nach Bir­nen, Gin, Petro­le­um oder sehr feinen Hölz­ern. Einen speziellen Duft schon in der Nase, wird die erste Seite eines Buch­es gele­sen, und dann blät­tert man die Seite um und liest weit­er bis zur let­zen Zeile, und dann isst man die Seite auf, ohne zu zögern. Oder man kön­nte zunächst das erste Kapi­tel eines Buch­es durchkreuzen, und während man kurz noch die Geschichte dieser Abteilung reka­pit­uliert, würde man Stürme, Per­so­n­en, Orte und alle Anze­ichen eines Ver­brechens ver­speisen, dann bere­its das näch­ste Kapi­tel eröff­nen, während man noch auf dem Ersten kaut. Man kön­nte also, eine Bib­lio­thek auf dem Rück­en, für ein paar Wochen eisige Wüsten durch­streifen oder ein paar sehr hohe Berge besteigen und abends unterm Gaslicht in den Zel­ten liegen und lesen und kauen und würde von Nacht zu Nacht leichter und leichter wer­den. – Sechs Uhr dreißig in Naypyi­daw, Bur­ma. Mor­gendäm­merung. — stop

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