pinguin

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ulysses : 0.08 – Nachts bei geöff­netem Fenster: Geräu­sche eines Regen­waldes. Sie kamen um Sekunden in der Zeit verzö­gert über das Internet zu mir ins Zimmer. Ich glaube der wilde Regen­wald war ein perua­ni­scher Regen­wald, wunder­bare Klänge, Vogel- und Affen­stimmen, Regen und Wind in den Blät­tern der Bäume. Ich dachte, wenn doch nur jemand auf der anderen Seite der Leitung wahr­nehmen könnte, welche Geräu­sche in einer mittel­eu­ro­päi­schen Wohnung unter dem Dach eines Hauses im Herzen einer großen Stadt in einer Nacht wie dieser Nacht zu hören sind. Ich prüfte das Mikrofon meiner Schreib­ma­schine. Dann stand ich auf und spielte aus der Konserve: Benny Goodman. Ich stellte mir vor, wie es für einen kurzen Moment im Wald drüben in Peru still werden würde, wie man lauscht auf den Bäumen, wie sich das Orchester der Wald­tiere fröh­lich neu sortieren würde. Es regnete, kaum war die Straße vor dem Haus noch zu sehen. Auf meinem Fens­ter­brett kauerten fünf nasse Spatzen, ein Rotkehl­chen, zwei Amseln und eine Taube, auch sie lauschten. Deut­lich konnte ich auf dem Giebel eines nahen Hauses einen Pinguin erkennen, der sich gegen den Regen­wind stemmte. – stop

benny
goodman
lets dance

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