unter freiem himmel

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sier­ra : 15.08 — Ich spazierte im Park. Und wie ich so spazierte, dachte ich, vielle­icht bist Du schon 5105 Male durch diesen Park spaziert, warum nicht. Da ent­deck­te ich plöt­zlich, dass jed­er der Bäume des Parks zwei Meter über dem Boden ein Schild­chen trug an seinem Stamm. Zunächst ent­deck­te ich ein Schild­chen am rauen Stamm ein­er Spot­tnuss. Auf dem Schild­chen waren zwei Buch­staben und fünf Zahlen verze­ich­net, das kön­nte ein Code sein, dachte ich, dann ging ich weit­er, um an dem Stamm ein­er Eibe ein ähn­lich­es Schild­chen zu bemerken. Wieder waren zwei Buch­staben und fünf Zahlen auf grünem Hin­ter­grund aufge­tra­gen. Eine Stunde lang betra­chtete ich Stämme der Bäume des Parks, Stämme der Rot­buchen, Birken, Zwergnusskas­tanien, Erlen, Eichen, und eines gewöhn­lichen Trompe­ten­baums, sie alle waren mit einem Schild­chen von Met­all verse­hen, Zif­fern, einem Schat­ten demzu­folge, einem beson­deren Blick. Ver­mut­lich, dachte ich, wird irgend­wo ein Buch oder ein dig­i­tales Verze­ich­nis existieren, in dem die Exis­tenz der Bäume fest­ge­hal­ten ist, ihre Namen möglicher­weise und ihr Alter, vielle­icht auch, wie sich die Bäume benehmen im Win­ter und im Som­mer. Zulet­zt dachte ich, dass ich eventuell durch ein Muse­um spaziere. Das denk ich noch immer. Win­ter ist gewor­den. — stop

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