stille

Waldspaziergang

echo : 15.02 UTC — Still im Wald an einem war­men Som­mertag. Das Licht der Sonne streifte durch Blattdäch­er der Bäume, die sich kaum noch bewegten, vielle­icht weil die Bäume durstig waren. Da und dort ein Fal­ter weiß oder orange oder gelb, die waren schon immer zu leise gewe­sen im Flug für meine Men­schenohren. Zwei Käfer, schwarz und rund, knis­terten über den Weg, Blät­ter­rascheln, nur eine Vorstel­lung, unter ihren Kral­len­füßen. Keine Fliegen in der Luft, nicht eine einzige Fliege, aber zwei Vögel, in der ersten Stunde meines Spazier­ganges im stillen Wald der eine Vogel, und in der zweit­en Stunde meines Spazier­ganges im stillen Wald, ein zweit­er Vogel. Auch keine Ameisen weit und bre­it, keine Laufkäfer keine Grillen, keine Zikaden. Und die Vögel, die ich beobachtete, waren stumm, vielle­icht weil sie durstig oder hun­grig waren. Ich set­zte mich auf eine Bank und beobachtete das Licht der Sonne, das nach mir suchte. Ich holte meine flache Radioschreib­mas­chine aus der Tasche, suchte in der dig­i­tal­en Sphäre nach Geräuschen des Waldes, die kür­zlich noch zu hören gewe­sen waren. Das Radio und der Wald. Eine Stille wie Wüste. — stop

Waldspaziergang

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