wartezeit

pic

0.15 — Ich schreibe diesen Text heut Nacht nur aus einem Grund: Ich wün­sche, wach zu bleiben. Vor den Fen­stern: Dunkel. Das Licht ein­er Straßen­later­ne ist aus­ge­fall­en und der Him­mel bedeckt. Jet­zt ste­he ich auf. Laufe hin und her und pfeife. Sobald ich am Schreibtisch vorüberkomme, set­zte ich mich und schreibe ein paar Wörter und dann ste­he ich wieder auf und gehe pfeifend weit­er. Nichts weist darauf hin, dass dieser Text tat­säch­lich von einem laufend­en Men­schen gedacht und geschrieben wurde, von ein­er Per­son, die je nur ein oder zwei Worte notierte, um sogle­ich weit­erzuge­hen. Alles kön­nte nur behauptet sein. — Weshalb höre ich auf zu pfeifen, sobald ich schreibe?  Ist die Zeit, die ich damit ver­bringe, auf ein Wort zu warten, als Arbeit­szeit anzuse­hen? Ist der Zus­tand konzen­tri­ert­er Aufmerk­samkeit für sich schon eine Leis­tung? -stop

ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top