XZH-78

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oli­mam­bo : 0.01 — Eine lebende Tapete, ein sum­mendes Wesen aus Mil­lio­nen zartester Mol­lusken, die einan­der ver­bun­den sind und doch jede für sich alleine existieren kön­nten. Diese sehr kleinen Tiere nun sind so eingestellt, dass sie Stäube, Sporen, Pilze, aber auch Bak­te­rien und Viren aus der Raum­luft ent­nehmen. Und weil sie alle der­art aneinan­der befes­tigt sind, dass ihre Auss­chei­dung­sor­gane sich nach Außen richt­en, kön­nte man also von ein­er Wand sprechen, von ein­er leben­den Haut oder einem außeror­dentlich wirk­samen Fil­ter in ein­er Per­so­n­engestalt. Sobald eine Mol­luske gestor­ben ist, wird sie von umgeben­den Mol­lusken ver­til­gt, eine Proze­dur, die nicht sehr häu­fig vorkom­men wird, weil die Mol­lusken, so wie ich sie wün­sche, ein hohes Alter erre­ichen, sagen wir, sie wer­den zwei­hun­dert Jahre alt oder um weit­ere Jahre älter. Ein­mal am Tag ist im Mol­lusken­z­im­mer ein Brausen zu vernehmen, ein sehr tiefer, warmer Ton, der in ein­er Welle durch das Staat­sti­er wan­dert. Das ist die Minute, da Mol­luske für Mol­luske je ihren Bauch entleert.

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