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nord­pol : 10.28 — Habe heute bemerkt, dass ich eine Fotografie, die ich vor eini­gen Jahren verge­blich wiederzufind­en suchte, nun tat­säch­lich ver­loren zu haben scheine. Ich erin­nere mich, die Fotografie zeigt die Raum­sta­tion MIR in großer Höhe über der Erde schwebend. Ich kon­nte mich zulet­zt noch gut an das far­bige Bild erin­nern, vielle­icht deshalb, weil mich die Auf­nahme, als ich sie vor mir auf dem Tisch liegen sah, tage­lang berührte. Jet­zt, heute, nur noch ein vages Bild, wie ein Entwurf, dem ich nicht trauen kann, aber die Beschrei­bung der Fotografie, die ich aus der Erin­nerung notierte: Ein Bul­lauge, dort das Gesicht ein­er Frau, ein ern­stes Gesicht, Ahnung, Schat­ten, Züge ein­er rus­sis­chen Kos­mo­nautin, die Monate alleine auf der MIR-Sta­tion lebte. Sie beobachtet die äußerst behut­same Annäherung eines Raum­schiffes der NASA, in dem sich Men­schen befind­en, die ver­mut­lich bere­its Kon­takt aufgenom­men haben: Wir sehen Dich! — Da war das tiefe Schwarz des Weltalls im Hin­ter­grund, ein abso­lut tödlich­er wirk­ender Raum, der sich zwis­chen den bei­den Raumkör­pern erstreck­te. — stop
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