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whiskey : 2.15 — Vor dem Fen­ster knis­tern Kas­tanien­bäume, vielle­icht davon sind Vio­let und Daisy aufgewacht. Ein leis­es Geräusch zunächst, das schnur­rende Geräusch ein­er Fußpedale, dann das Klap­pern ein­er Schreib­mas­chine im angenehm war­men Licht eines hölz­er­nen Zim­mers lange vor mein­er Zeit. Was für eine selt­same Schreibtis­chlampe! Und wie die Mäd­chen lächeln, in ein­er Weise lächeln, dass sie zu leucht­en scheinen. Es sieht ganz so aus, als hätte das eine Mäd­chen dem anderen Mäd­chen ger­ade eben noch eine Geschichte erzählt. Zufrieden lauscht sie ihren Worten nach, während das andere Mäd­chen die Geschichte in die Mas­chine notiert. Zwei Mäd­chen exakt gle­ichen Alters, vielle­icht schon junge Frauen. In diesem Moment, in dieser Minute, da ich wieder ein­mal notiere oder bemerke oder erin­nere, dass Daisy und Vio­let Hilton an ein­er Stelle ihres Kör­pers der­art ineinan­der verwach­sen sind, dass kein Luftraum sie je voneinan­der tren­nen wird, wieder der ver­traute Ein­druck, dass ich ihnen zu nahe kom­men kön­nte, indem ich ihnen schreibe. Und tat­säch­lich sind sie nun wach gewor­den. Wie Daisy ihren Kopf zur Seite neigt, eine kaum wahrnehm­bare Bewe­gung. Wie ich müde werde von ein­er Sekunde zur anderen. Wie Daisy noch sagt: Vio­let, schau, ist das nicht ein merk­würdi­ger Mann? Wartet so lange, wartet und wartet, dass wir uns bewe­gen. Und jet­zt ist er eingeschlafen.

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