ein gespräch

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fox­trott : 0.28 – Ein­mal nur für kurze Zeit die unver­rück­bare Gren­ze des Todes mit­tels eines Funkgerätes über­schre­it­en. Ich stellte mir vor, ich kön­nte ein Gespräch führen mit einem Selb­st­mor­dat­ten­täter, sagen wir mit MMK. Ich berichtete O. von dieser Idee. Ich sagte, stell Dir ein­mal vor, ich würde fol­gende Sätze sprechen: Lieber MMK, jet­zt bist Du also tot, du hast Deinen Auf­trag zur vollen Zufrieden­heit Dein­er Vorge­set­zten erfüllt, Du hast Dich in die Luft gesprengt, in alle Him­mel­srich­tun­gen sind Teile Deines Kör­pers davon geflo­gen. Wie geht es Dir jet­zt? Wo bist Du, mein Fre­und? — O., der inter­essiert zuge­hört hat­te, antwortete: Sag, lieber Louis, was erwartest Du denn, was MMK antworten würde? Ehe ich sprechen kon­nte, set­zte O. fort, er sagte: Ich nehme an, Du wirst daran denken, dass er Dir sagen wird: Kein Paradies. Dunkel. Nichts. Ich bin allein, ver­dammt. Er schaute mich bedeu­tungsvoll an. Was aber, lieber Louis, machst Du, wenn er Dir erzählt, dass er im Paradies angekom­men sei, dass alles noch wun­der­bar­er sei, als je vorgestellt, ja, was macht Du dann, mein Junge? — stop

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Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Ein schön­er Gedanke.
    Im Fol­gen­den würde der Atten­täter vielle­icht bemerken, dass auch die Men­schen, die er mit in den Tod geris­sen hat, im Paradies gelandet sind, dass dort aus­nahm­s­los jede und jed­er lan­det. Erst dann würde ihm bewusst, dass das Paradies nichts ist, dass man sich ver­di­enen kann oder muss, son­dern ein Geschenk.
    Vielle­icht. Wer weiß das schon.

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    • … ja, liebe iris, wer weiss das schon. eine selt­same zeit, die wir jet­zt auch hier in mit­teleu­ropa erleben.

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