ein mädchen

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alpha : 17.15 UTC — Auf dem Heimweg begeg­nete ich in der Nähe ein­er Kreuzung einem Mäd­chen namens Lara, das ich sofort wieder­erkan­nte. Lara stand auf der Straße und zeich­nete mit­tels eines Putzgerätes Herzen von Seife auf die Frontscheiben schnur­ren­der Auto­mo­bile. Ver­mut­lich ver­suchte sie in dieser Weise einen Kon­takt zu Per­so­n­en herzustellen, die in den Lim­ou­si­nen warteten, um einen Auf­trag zur Säu­berung der Fahrzeugscheiben ins­ge­samt zu erhal­ten. Lara war nicht sehr erfol­gre­ich, aber eben­so entschlossen und char­mant, wie vor Jahren noch, als sie ver­sucht hat­te, im Bahn­hof mein Porte­mon­naie zu rauben. Eigentlich sollte Lara um diese Uhrzeit in der Schule sein. Plöt­zlich bemerk­te sie, dass sie beobachtet wurde, sie lächelte zunächst, blick­te dann aber äusserst grim­mig in meine Rich­tung, nicht etwa weil sie in mir unmit­tel­bar eines ihrer früheren Opfer erkan­nte, son­dern ver­mut­lich deshalb, weil sie in meinem Blick etwas ent­deck­te, das sie an frühere Tätigkeits­felder erin­nerte. Also flüchtete sie mit­tels ele­gan­ter Sprünge über zwei Motorhauben hin­weg zur gegenüber­liegen­den Straßen­seite hin. Dort drehte sie sich um und lächelte. — stop

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