fondamente nove

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india : 22.58 UTC — Noch fällt mir nicht leicht zu erzählen, warum ich Zeit in Venedig ver­bringe. Ich bin ein Beobachter, deshalb bin ich in Venedig, zur Beobach­tung des Wassers und auch der Sch­neck­en, die sich im Wass­er oder in der Nähe des Wassers bewe­gen. Ich berichte gle­ich­wohl sehr gerne, dass ich nach Eidech­sen Auss­chau halte. Ein­mal bemerk­te ich einen Mann, der mit­tels ein­er Lupe Taustücke unter­suchte, die zer­fasert, wie kranke Schlangen sich neben Vaporet­to­sta­tio­nen türmten. Auf ein­er Brücke nahe des Fährenter­mi­nals Fon­da­mente Nove wartete ein Fotograf auf größere oder kleinere Schiffe, die er senkrecht von oben her fotografierte. Nach zwei oder drei Stun­den, die ich in sein­er Nähe ver­brachte, nick­te er mir plöt­zlich zu. Kinder turn­ten auf ros­ti­gen Eisen­stan­gen. Ich über­legte, ob sie wohl gel­ernt haben, mit einem Fahrrad zu fahren? Das Wass­er unter der Bewe­gung der Schiff­ss­chrauben pulsiert für Bruchteile von Sekun­den zu Kup­peln von Glas. Noch fällt mir nicht leicht zu erzählen, warum ich eigentlich Zeit in Venedig ver­bringe. Schwank­ende Wirk­lichkeit­en, ver­traut. — stop
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