gedankengang

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alpha : 6.38 — Ich gehe ein paar Schritte nach links, dann gehe ich ein paar Schritte nach rechts. Sobald ich gehe, denke ich in ein­er anderen Art und Weise, als würde ich noch sitzen. Ich habe schon viel nachgedacht während ich ging. Und ich habe schon viel vergessen während ich ging. Wenn ich gehe, kom­men die Gedanken aus der Luft und ver­schwinden wieder in die Luft. Wenn ich sitze, kom­men die Gedanken aus meinen Hän­den. Sobald ich ein­mal nicht schreibe, ruhen meine Hände auf den Tas­ten der Schreib­mas­chine und warten. Sie warten darauf, dass eine Stimme in meinem Kopf dik­tiert, was zu schreiben ist. Ich kön­nte vielle­icht sagen, dass meine Hände darauf warten, mein Gedächt­nis zu ent­las­ten. Was ich mit meinen Hän­den in die Tas­tatur der Mas­chine schreibe, habe ich gedacht, aber ich habe, was ich schrieb nicht gel­ernt, nicht gespe­ichert, weil ich weiß, dass ich wiederkom­men und lesen kön­nte, was ich notierte. Selt­same Dinge. Ich denke manch­mal selt­same Dinge zum zweit­en oder drit­ten Mal. Ger­ade eben habe ich wahrgenom­men, dass es nicht möglich ist, zwei Zeichen zur sel­ben Zeit auf mein­er Schreib­mas­chine zu schreiben, immer ist ein Zeichen um Bruchteile von Sekun­den schneller als das andere Zeichen. Wenn ich selt­same Dinge gedacht habe, freue ich mich. Wenn ich mich freue, kann ich nicht bleiben, wo ich bin. Die Freude ist ein Gefühl, das mich in Bewe­gung ver­set­zt. Ich springe auf, wenn ich saß, oder ich springe in die Luft, wenn ich bere­its auf meinen Beinen stand. Dann gehe ich ein paar Schritte nach links, dann gehe ich ein paar Schritte nach rechts. Sobald ich gehe, denke ich in ein­er anderen Art und Weise, als würde ich noch sitzen. — stop

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