im garten. winter

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echo : 22.18 UTC – In einem Garten sehen wir an diesem Nach­mittag in der warmen Novem­ber­sonne eine ältere Dame knien. Mittels einer hand­li­chen Schaufel gräbt sie zunächst einen schmalen Schacht, kurz darauf legt sie in den schmalen Schacht einen leblosen Vogel ab, dann verschließt sie den Schacht und markiert das Gebiet, in welchem das Vögel­chen zu finden ist, mit einer Ziffer, die sie aus feinen Steinen bildet. Jetzt erhebt sie sich. Steht für einen Moment still, wir folgen ihrem Blick, der über zahl­lose Gräber der vergan­genen Jahre wandert. Reise und Leben der Vögel endete an einem Wohn­zim­mer­fenster des Hauses der alten Dame, das noch nie zerbro­chen ist. In der Küche, in einer Schub­lade, ruht ein Notiz­buch. Dort sind sorg­fältig Nummer der Gräber mit inne­woh­nenden Vogel­gat­tungen verzeichnet: Sper­ling, Meise, Schwalbe, Dompfaff, Grün­ling, Rotkehl­chen. Amseln fehlen. Aber zwei Igel sind da noch, sie sind nicht am Fenster zugrunde gegangen, beer­digt wurden sie trotzdem. – stop
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