jonathan

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echo : 20.12 UTC — Ich habe Jonathan unge­fähr drei Jahre lang nicht gese­hen. Als ich ihm zulet­zt begeg­nete, erzählte er von einem Film, der ihn hör­bar beein­druckt hat­te. Er sprach damals so schnell und aufgeregt, dass ich ihm nicht fol­gen kon­nte. Ich dachte nur immer wieder: Jonathan, dass Du so schnell und unen­twegt sprechen kannst, wo hast Du das gel­ernt? Vor weni­gen Minuten set­zte sich Jonathan im Zug zu mir und ich machte mich auf eine weit­ere rasende Geschichte gefasst. Es war aber ganz anders gekom­men, er sprach zunächst kaum ein Wort: Hal­lo Louis, lang nicht gese­hen. Kurze Pause. Ja, ich arbeite noch immer in der Nacht. Lange Pause. Fünf Minuten schwieg Jonathan. Er sah zu seinen Hän­den hin, die in seinem Schoß ruht­en. Dann begann sich seine linke Hand behut­sam zu bewe­gen. Seine rechte Hand indessen war geöffnet. Jonathan schien einen Text zu schreiben auf ein­er nicht sicht­baren Tas­tatur, die dort für ihn sicht­bar sein musste. Weit­ere fünf Minuten vergin­gen in dieser Weise des Notierens. Plöt­zlich hörte er auf zu schreiben. Er führte seine rechte Hand unter seine linke Hand und begann zu lesen. — stop

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