manhattan : canal street

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tan­go : 10.15 — Ich habe einen merk­würdi­gen Kon­duk­teur der Sub­way mit Taucher­brille beobachtet. Der Mann war auf der N-Lin­ie von Brook­lyn her kom­mend in die Canal Street einge­fahren. Ein dur­chaus sel­tener Anblick. Sein schmaler Kopf, der aus einem der mit­tleren Wag­ons des Zuges ragte, im Fahrtwind wehen­des, schlo­hweißes Haar, und eben seine Brille, deren Scheibe Augen und Nase unwirk­lich ver­größerte. Für einen Moment hat­te ich den Ein­druck, die Taucher­brille des Mannes sei mit Wass­er gefüllt. Ich wollte den Mann fotografieren, aber das Licht der Sta­tion war spär­lich und der Mann schaukelte ohne Pause seinen Kopf hin und her wie ein alter, müder Ele­fant, ver­mut­lich weil er sich um einen umfassenden Blick der Ereignisse auf dem Bahn­steig bemühte. Es ist nun denkbar, dass ich eine Per­son beobachtet habe, die fest mit dem Führerhaus des Zuges verwach­sen war, denn der Mann fügte sich har­monisch in das Bild, das ich mir seit jeher von wirk­lichen Zugführern mache, Men­schen, die auf Zugstän­den geboren wer­den, Men­schen, die auf Zügen fahrend ihre Kind­heit ver­brin­gen, Men­schen, die let­ztlich ihren per­sön­lichen Zug zur Lebzeit niemals ver­lassen. — stop

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