nabokov’s uhr

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romeo : 0.02 UTC – Vor einiger Zeit schrieb Nabokov einen Brief. Er habe mir, so Nabokov, eine unge­wöhn­liche Uhr geschickt, ich solle ihm notieren, sobald sie ange­kommen sei. Wenige Tage später meldete sich Nabokov erneut: Lieber Louis, ist die Uhr, die ich Dir sendete, ange­kommen? Wenige Tag zuvor war Nabo­kov’s Uhr in meinem Brief­kasten ange­kommen, zoll­amt­li­cher Vermerk: Zur Prüfung geöffnet. Ich will an dieser Stelle bemerken, von der Öffnung des Päck­chens war nicht die mindeste Spur zu erkennen, kein Schnitt, kein Riss, keine Falte. Im Päck­chen nun eine Schachtel von hellem Karton, in der Schachtel Seiden­pa­piere, von Nabo­kovs eigener Hand vermut­lich zerknüllt. In weitere Seiden­pa­piere einge­schlagen, besagte Uhr, wunder­bares Stück, ovales Gehäuse, blechern, vermut­lich Trom­pete, welches schwer in der Hand liegt. Kurio­ser­weise fehlt der Uhr das Ziffer­blatt, weiterhin keinerlei Zeiger, weder Dioden noch Leucht­zei­chen. Ich versuchte das Gehäuse der Uhr zu öffnen, vergeb­lich. Erstaun­lich ist nun, dass, wenn ich auf das Gehäuse der Uhr Druck ausübe, sich ein schmaler Schacht seit­lich öffnet, dem, wie zum Beweis der Exis­tenz der Zeit, ein Streifen feinsten Papiers entkommt, auf welchem ein Uhrzeit­punkt aufge­tragen worden ist. Sechs­sieb­zehn­zwölf. Erstaun­liche Sache, wirk­lich erstaun­lich! – stop

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