onkel ludwig

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tan­go : 1.38 — Mein alter Onkel Lud­wig, der wirk­lich schon sehr alt ist, berichtet, er habe errech­net, wenn er noch in der Lage wäre, jeden Tag 300 Seit­en eines Buch­es zu lesen, wenn er außer­dem noch fünf Jahre lesend erleben dürfte, würde er, bei guter Führung, 1825 weit­ere Büch­er zu sich nehmen. Das kön­nte genü­gen, sagte Onkel Lud­wig. Er ist übri­gens noch sehr gut zu Fuß, man kann ihn mor­gens gegen 10 Uhr beobacht­en, wie er die Trep­pen zur Stadt­bib­lio­thek erk­limmt. Er kommt mit der Straßen­bahn dort an, heimwärts, schwere Bücher­taschen tra­gend, nimmt er ein Taxi. Manch­mal sitzt er noch ein oder zwei Stun­den im Cafe Mozart, er liebt Käsekuchen und Mohn­schnit­ten von Herzen. Ich glaube, heute ist Mittwoch, heute wird er ein Buch der Schrift­stel­lerin Yoko Ogawa zu sich nehmen, so ist sein Plan, in diesem Buch soll ein Ele­fant auf dem Dach eines Kaufhaus­es leben. Ger­ade eben leichter Gewit­ter­re­gen. Das wird sich­er sehr warmes Wass­er sein, das vom Him­mel fällt. Guten Mor­gen! — stop

queenmary

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