papiersegel

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romeo : 0.05 – Das Vergnügen, ein Manu­skript auf Papier zu drucken. Die nadelnden, summenden, pfei­fenden Geräu­sche der Maschine, Satz für Satz Sekun­den­seiten. Wie ich Arbeit von Tagen, von Wochen, vor mir zu einem Segel auf den Boden breite. Wie ich zufrieden und still vorm Wind­ge­fäss im Zimmer stehe. Wie ich, bald wieder stür­misch geworden, in die Knie gehe, um weiteren Flug­sand mit der Hand aufs Papier zu setzen. – Notierte : Ein mensch­li­ches Gehirn ruhte in meinen Händen. Und ich dachte, kühl ist es und weich und schwer. Ich hörte deut­lich eine denkende Stimme, als wäre da noch ein anderer Beob­achter gewesen, als ich selbst. Dann bemerkte ich, dass ich mit bloßem Auge nicht erkennen konnte, in welcher Sprache jenes Gehirn, das ich in meinen bebenden Händen hielt, ein Leben lang träumte, auch nicht, ob es glück­lich oder doch eher unglück­lich gewesen ist. Eine schwei­gende, eine verlas­sene, eine Welt ohne Licht. Ja, lili­mambo, das Leuchten lebender Menschen!

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