regengefäß

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sier­ra : 0.05 — Kurz nach Mit­ter­nacht: Leichter Regen. Aber nicht wirk­lich Regen, son­dern Regen, weil ich in mein Notizbuch notierte: 18. April — Regengeräuschwörter sam­meln. Also spaziere ich durch die Woh­nung und ver­suche, man­gels wirk­lichen Regens, Regen vorzustellen. Das ist eine sehr angenehme Übung: Regen in den Wäldern, Regen im Gebirge, Regen in der Stadt. Oder Nachtre­gen, Herb­stre­gen, Regen, der auf ein Fährschiff fällt. Gestern Abend habe ich Regengeräusche gehört, die durch ein Tele­fon über­tra­gen wur­den. Als ich noch Kind war, ver­ließ ich gern das Haus ohne Schirm, wenn es reg­nete. Kaum war ich auf der Straße, kamen Sch­neck­en unter den Bäu­men her­vor. Der Regen machte sie schnell und mutig. Sie kan­nten den kleinen Sch­neck­en­jäger noch nicht, der sie sam­melte, der sie in Gläs­er steck­te. Wenn ich sie betra­chtete, hat­te ich den Ein­druck, ihr schim­mern­der Kör­p­er würde sich mit Regen gefüllt haben. Sei­ther ist die Farbe des Regens von der Farbe der Sch­neck­en­füße. — stop

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