ryūnosuke akutagawa

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char­lie : 5.05 — Nach der möglichen Exis­tenz von Drohnen im New York­er Luftraum gefragt, soll der Bürg­er­meis­ter der Stadt geant­wortet haben, dass man solche Entwick­lun­gen nicht aufhal­ten könne. „Wir wer­den mehr Sicht­barkeit und weniger Pri­vat­sphäre haben”. Es sei keine Frage, ob er selb­st das gut oder schlecht finde. Das sei beängsti­gend, aber er sehe let­ztlich kaum einen Unter­schied zwis­chen ein­er Drohne in der Luft und ein­er Kam­era auf einem Gebäude. — In diesem Moment, es ist kurz nach drei Uhr, ver­lässt die Vorstel­lung eines Posaunis­ten, der früh­mor­gens an Bord der Fähre MS John F. Kennedy spie­lend einen neuen Mor­gen begrüßt, während er von einem sum­menden Flu­gob­jekt in der Größe ein­er Man­darine umrun­det wird, ihren poet­is­chen Raum. — stop. — Minus 5 Grad Cel­sius. — stop. — Weit unter mir, auf ein­er Straßen­later­ne sitzt eine Amsel. Ich nehme an, dass sie mich sehen kann. Aber es ist noch zu kalt oder zu früh, um zu sin­gen. Ich habe eine halbe Stunde lang in der Beobach­tung des kleinen dun­klen Vogelschat­tens mein Gedächt­nis trainiert, indem ich ver­suchte, den Namen eines japanis­chen Dichters zu ler­nen, der seit dem 24. Juli 1927 nicht mehr am Leben ist. Er heißt Ryūno­suke Aku­ta­gawa. Jet­zt ist es kurz vor vier. Nichts weit­er. — stop

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