salinenweg

2

whiskey : 0.01 – Ich schlief über einem Buch des Schweizer Schrift­stel­lers Nicolas Bouvier. Ehe ich fest einge­schlafen war, hatte ich in letzter Sekunde noch einen Gedanken wahr­ge­nommen. Ich sagte zu mir mit leiser werdender Stimme: Du soll­test einmal über­legen, ob es sinn­voll ist, nach einer Methode zu suchen, im Schlaf ein Buch lesen zu können. Ja, das wäre eine inter­es­sante Geschichte. Man würde sich natür­lich an die erzäh­lende Wirk­lich­keit des Buches selbst nicht erin­nern, das man gerade noch las oder hörte während man schlief, weil man das Buch nicht bewusst wahr­nehmen konnte, und doch wäre man mit Herrn Bouvier nach Galway geflogen wegen eines Lochs im Sturm. Man wäre in einer Art und Weise nach Galway geflogen, dass man sich einmal später so gut an diesen Flug erin­nern könnte, als wäre man selbst dort in Kilronan gewesen, eine Ahnung, Geräu­sche, Luft und Leute. – Das geschmei­dige Wort Sali­nenweg. Wie ich über eine hölzerne Brücke gehe im Winter, ich streiche mit einer Hand Schnee von einem Geländer. Immer wieder, im Sommer, im Früh­ling, im Herbst, wenn ich diesen Ort passierte, erzählte ich von diesem Moment, als ich im Winter den Schnee berührte. – stop
polaroidcentralpark

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top