schneekamille

2

nord­pol : 0.02 — Deine schneeweiße Hand, die an einem Som­mer­nach­mit­tag auf meinem Unter­arm liegt. Wir wan­dern durch einen Wald. Klein bist Du gewor­den und leicht, und ich gehe, Du führst mich, mit geschlosse­nen Augen neben Dir her. Und plöt­zlich bist Du nicht mehr da. Ich sehe Dich, unsich­er Deine Schritte über das Moos. Und wie Du kni­est vor den licht­en Blu­men unser­er Wiese. Deine weinende Stimme. Dein Kla­gen ohne Worte. Dein Schreien gegen den Him­mel. Dein Beben in meinen Armen. Und wie Du flüsterst: Ich will nicht ster­ben. - Dann ist Nacht wie an vie­len Tagen Nacht gewor­den. Ich ste­he im hal­ben Dunkel Deines Zim­mers, so still, so still, und lausche nach Deinem Atem, sitze und lese und schau Dich an. Deine lächel­nden Augen im Schlaf, der süße Him­beer­duft des Mor­phi­ums, das Schnur­ren der Sauer­stoff­mas­chine, Dein Seufzen, und wie Du wach gewor­den bist, Dein Blick für mich, wie Du mit Deinen tiefen Augen vom Wun­der des Lebens erzählst. Nie wieder, erin­nerst Du Dich, haben wir vom Tod gesprochen.

für marik­ki im him­mel

ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top