schneelicht

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delta : 0.14 – Von ein­er Reise him­mel­wärts geträumt. Suchte auf Bild­schirm nach Fährschif­fverbindun­gen Athen – San­tori­ni und stieß auf eine selt­same Offerte. Der Text zu ein­er Fotografie, die eine For­ma­tion wilder Gewit­ter­wolken zeigte, lautete in etwa so: Tages­reise ins Jen­seits. Buchen sie noch heute. Flüge ab Lon­don Madrid München, auch an Son­nta­gen, stündlich. Unverzüglich flog ich los. Eine äußerst kurze Reise, ein Wim­pern­schlag nur und das Flugzeug lan­dete in einem schneeweißen Raum ohne jede Begren­zung. Ich erin­nere mich, dass ich eine Flug­be­glei­t­erin, die nahe der Gang­way wartete, fragte, ob es an diesem Ort jemals dunkel wer­den würde, ich könne im Hellen nicht schlafen. Sie antwortete lächel­nd: Wenn Sie hier ein­mal für immer angekom­men sein wer­den, müssen sie nie wieder schlafen. – Kurz nach Mit­ter­nacht. Ein Buch Julio Lla­mazares’ liegt vor mir auf dem Schreibtisch. Ich habe das Buch geöffnet, um nach einem zärtlichen Satz zu sehen. Der Satz ist auf Seite 4 ein­er feinen Samm­lung erzäh­len­der Stumm­film­szenen zu find­en. Er geht so: Für meine Mut­ter, die schon Schnee ist. — stop
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