shanghai

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echo : 0.55 – In Shang­hai soll eine Woh­nung existieren, die sich zwis­chen zwei mod­erne Wolkenkratzer schmiegt. 26 Zim­mer zu je 3 Quadrat­metern, 2.5 Meter hoch, liegen unmit­tel­bar übere­inan­der und sind je mit ein­er Leit­er durch Luken zu erre­ichen. In dieser Woh­nung soll ein drahtiger, älter­er Mann leben, davon träumte ich vorgestern, ich schlief also und beobachtete mich selb­st, wie ich der Stimme des Mannes fol­gte, der lange Zeit nicht sicht­bar gewe­sen war. Die Stimme feuerte mich an, komm, komm, Louis, nicht müde wer­den! Aber ich war nicht müde, niemals war ich müde gewor­den, son­dern sah mich in jedem der Zim­mer nur um, ehe ich zum näch­sten Zim­mer weit­er stieg. Die Wände einiger Zim­mer waren Fotografien vor­be­hal­ten, an den Wän­den ander­er Zim­mer stapel­ten sich Büch­er, in jedem Zim­mer stand ein Stuhl vor einem Fen­ster, im 24. Stock ent­deck­te ich eine Küche, und wie ich das Zim­mer unter dem Dach erre­ichte, wurde ich vom Her­rn der Turm­woh­nung begrüßt. Er war ein sehr klein­er Mann, recht alt, er sah im Grunde ganz genau­so aus, wie ich mir vorstelle selb­st ein­mal auszuse­hen, wenn ich unge­fähr 150 Jahre alt gewor­den sein werde. Der Mann trug eine Khak­i­hose und ein weißes Hemd. An Weit­eres erin­nere ich mich nicht. — stop
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