spulen

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delta : 8.02 — Ich hat­te vor langer Zeit ein­mal, kurz vor ein­er Reise nach New York, eine Spule dig­i­taler Spe­ich­er­scheiben von einem Zim­mer in ein anderes Zim­mer getra­gen. Wie ich über eine Türschwelle trat, wurde mir bewusst, dass ich in meinen Hän­den 500 Filme trans­portierte oder 750 Stun­den Zeit, die verge­hen würde, wenn ich jeden dieser Filme ein­mal betra­cht­en sollte. Ich set­zte mich auf mein Sofa und legte eine der Scheiben in meinen Com­put­er. Kaum 2 Minuten waren ver­gan­gen, und schon hat­te ich 5 Filme, die auf dem Daten­träger seit Jahren gespe­ichert waren, von ihrem ursprünglich Ort in einen Kas­ten von der Größe ein­er Zigar­ren­schachtel trans­portiert. Mein Com­put­er arbeit­ete indessen so leise, dass ich mein Ohr an sein Gehäuse leg­en musste, um ger­ade noch seinen Atem vernehmen zu kön­nen. Zwei Stun­den atmete mein Com­put­er, in dem er alle Filme der Spule, Scheibe um Scheibe, in den kleinen Kas­ten, der neben ihm auf dem Sofa ruhte, trans­ferierte. Dann holte ich eine weit­ere Spule und set­zte meine Arbeit fort, bis auch diese Spule und ihre Filme in das Kästchen über­tra­gen waren, Spule um Spule, eine Nacht ent­lang. Nun ist das so, drei Jahre sind sei­ther ver­gan­gen, dass sich in meinem neuen Film­magazin unge­fähr 5778 Filme befind­en, ohne dass das Datenkästchen indessen größer oder schw­er­er gewor­den wäre. — stop

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