vom fehlenden oder ginkgo

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echo : 20.58 UTC – Notierte auf der Schreib­mas­chine im Zug und sah gar nicht hin, nicht auf den Bild­schirm, nicht auf meine Hände. Ich schrieb eine halbe Stunde voran, ich schrieb schneller und immer schneller, ich dachte, da war ein­mal ein Mann gewe­sen mit einem Kinder­wa­gen ohne Kind auf einem Bahn­steig am Flughafen. Weil ich mich wun­derte über seinen Kinder­wa­gen ohne Kind, beobachtete ich den Mann. Das war eine selt­same Sache, ich schrieb: Wenn man sich über eine Per­son wun­dert, kann man nicht loslassen, man kann nicht sagen, ich beobachtete diese Per­son bere­its gestern, heute beobachte ich diese Per­son nicht noch ein­mal, man wird bemerken, man fol­gt der Per­son mit den Augen, ob man nun will oder nicht. Ich hat­te den Ein­druck, es han­delte sich bei dem Mann um eine melan­cholis­che Per­son, um einen Vater vielle­icht, der am Flughafen auf ein Kind wartete, das nicht ankom­men wird, weil das Kind längst getötet wurde von einem Stück Met­all, welch­es in Alep­po durch die Luft schleud­erte von einem Vor­satz getrieben, näm­lich dem Vor­satz Men­schen umzubrin­gen. Dann plöt­zlich betra­chtete ich meinen Bild­schirm und bemerk­te, dass der Buch­stabe g mein­er Tas­tatur nicht funk­tion­ierte, dass den Wörtern der Buch­stabe g fehlte, sobald er eigentlich in die Wörtern hineingeschrieben wer­den musste. Also schüt­telte ich meine Schreib­mas­chine solange, bis sich die G-Taste mein­er Tas­tatur aus ihrer Block­ade löste, ich las meinen Text von vorn und fügte fehlende Buch­staben in die Wörter ein, so dass der Text selb­st bald voll­ständig gewor­den war. — stop
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