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romeo : 3.15 — Küh­le Luft, leichter Regen, herb­stliche Stim­mung. Wie immer, wenn ich zer­streut bin, in einem Aben­teuer­buch gele­sen. Fol­gende Stelle in H.G. Wells’ Roman Die Insel des Dr. More­au: Mein Onkel ver­schwand auf etwa 5° südlich­er Bre­ite und 105° west­lich­er Länge aus den Augen der Men­schen, und er erschien nach elf Monat­en in der­sel­ben Gegend des Ozeans wieder. Während der Zwis­chen­zeit muss er auf irgen­deine Weise gelebt haben. In dem Moment, als ich diese Zeilen passierte, wie aus heit­erem Him­mel ein merk­würdi­ges Gefühl der Unwirk­lichkeit, als ob ich diese Nacht, das Buch, den Stuhl, auf dem ich saß, nur träumte, auch mich selb­st träumte, wie ich las, die Bilder Men­schen jagen­der Motor­rad­fahrer und die Nachricht im Kopf, ein Rat mächtiger, religiös­er Wächter habe gestern noch, am Ende ein­er anderen Nacht, bestätigt, im Iran seien drei Mil­lio­nen Stim­mzettel nicht existieren­der Wäh­ler zu verze­ich­nen. — Wohin ist diese Nachricht geflo­hen? — Wann wird sie wieder zu uns kom­men? — Wo hält sie sich auf in den Zeit­en der Abwe­sen­heit? — Wie viele Men­schen sind in den ver­gan­genen Stun­den kühlen Regens spur­los aus ihren Häusern oder aus Hos­pitälern der Stadt Teheran ver­schwun­den?

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