auf dem viktualienmarkt

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oli­mam­bo : 2.10 — Ein Eich­hörnchen am Nach­mit­tag, wie es durch den war­men Schnee springt. Immer wieder hält das Tierchen an, dreht sich nach mir um, betra­chtet mich, als ob es meine Gedanken ahnen würde. Ein­mal sage ich leise zu ihm hin: Fürchte Dich nicht! Ich jage nur mit dem Kopf. – Das war auf dem Münch­en­er Vik­tu­alien­markt gewe­sen vor weni­gen Stun­den. Die Tage nun länger, bald wird Früh­ling und Men­schen und das Bier und der Kaf­fee wer­den in Strö­men fließen. Wieder, wie so oft schon, wenn ich von Bude zu Bude laufe und meine Nase in den Gewürzwind stecke, schau ich nach dem Achtern­busch, Her­bert. Würd’ gern ein­mal ein paar Worte mit ihm wech­seln. Gestern war von im nichts zu sehen gewe­sen, weshalb ich ganz ein­fach an ihn gedacht habe, an eine Film­se­quenz, deren Besich­ti­gung mich um ein Haar das Leben gekostet hätte. Her­bert Achtern­busch in einem Tier­haus des zool­o­gis­chen Gartens Hellabrunn. Er ste­ht unter einem Fault­i­er, das unbe­weglich, und zwar sehr lange Zeit, an einem Ast hängt. Der Dichter bewun­dert die Klauen des Tieres und auch die Natur, was sie so macht. Kurz zwinkert das Fault­i­er mit den Augen. Und Achtern­busch ruft: Ja, da schau her, du bist ja ein Schein­schlafti­er! – Guten Mor­gen, gute Nacht!

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