brighton beach : mr. singer

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delta : 0.03 – Nach Coney Island eine halbe Stunde mit der Subway vom Washington Square aus in südwest­liche Rich­tung. Der Himmel hell über dem Meer, heftige Sand­wel­len­winde. Es lässt sich gut gehen auf diesem Boden, der fest ist. Zerbro­chene Muscheln, Scherben von buntem Glas, Sommer­be­stecke, Schuhe, Wodka­fla­schen, Lippen­stifte, Holz, Knochen. Da und dort haben sich scharfe Kanten gebildet unter der strengen Hand der Winter­stürme, dunkle, feste Struk­turen, in welchen sich Spuren mensch­li­cher Füße finden als wären sie verstei­nert, als wären sie tausende Jahre her. Bald Brighton Beach. An den Wänden der Häuser entlang der Seepro­me­nade sitzen alte russi­sche Frauen wohl verpackt, aufge­hoben in diesem Bild fros­tiger Tempe­ratur. Aber der Schnee fehlt. Und Mr. Singer, der hier spazierte lang vor meiner Zeit. – stop

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