die geschwindigkeit der wörter

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tan­go : 22.30 UTC — Wie flink ver­mag ich mit einem Fin­ger auf einem Bild­schirm zu schreiben, wie schnell mit einem Sen­sors­tift? Am schnell­sten schreibe ich, wenn ich mit­tels Wörtern denke? Ich schreibe dann, ohne eine sicht­bare Spur zu hin­ter­lassen, schreibe eine denk­ende Spur, die erin­nert oder sofort vergessen wer­den kön­nte, wie jen­er Mann, der in ein­er Erzäh­lung Patri­cia High­smiths einen Roman nach dem anderen Roman im Kopf notiert. Das Schreiben per Hand auf Papi­er oder mit­tels ein­er Tas­tatur auf einem Bild­schirm bewirkt ver­mut­lich ohne Aus­nahme eine Ver­langsamung des Denkens, eine Präzisierung. Das sprechende, erzäh­lende Denken scheint der Luft, den Vögeln ver­bun­den, das schreibende Denken dem Wass­er, den Fis­chen. Ich stelle mir vor, Men­schen, die mich ein­mal schweigsam wahrgenom­men haben, eine in sich gekehrte Per­son, wer­den diese Gedanken in ein­er völ­lig anderen Weise wahrnehmen, als jene Men­schen, die einen sprudel­nd erzäh­len­den, mit­teilungslusti­gen, Wörter sprühen­den Mann erlebten. — stop

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