handschuhbäume

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alpha : 6.45 — Im Waren­haus ent­decke ich Preise, beispiel­sweise den Preis von 1.99 für ein Paar Hand­schuhe, gestrickt. Das fün­fte Jahr in Folge ist es gekom­men, dass die Preise für Hand­schuhe fall­en. Sie scheinen inzwis­chen auf Bäu­men zu wach­sen wie Bana­nen. Auch Bana­nen wer­den immer bil­liger. An den Hand­schuh­spitzen, dort wo man einen Zeigerfin­ger hine­in­steck­en kann, entkom­men dem Gewebe Fäden. An dieser Stelle, so nehme ich an, waren sie mit ihrem Baum ver­bun­den, hier wur­den sie getren­nt vom Wind, der Schw­erkraft oder von Men­schen, die kaum etwas ver­di­enen, nur ger­ade soviel, dass sie nicht ver­hungern oder ver­dursten, weil man sie noch gebrauchen kön­nte in den näch­sten Jahren, geübte, geduldige Frauen und Män­ner. Ver­mut­lich sind Hand­schuh­bäume ganzjährig blühende Wesen, irgend­wo ist immer Win­ter. Außer­dem lassen sich Hand­schuhe gut auf­be­wahren, sie verder­ben nicht so schnell, man muss sie nicht ein­mal kühlen, nur gefräßige Tiere vertreiben. Das alles, dass Hand­schuhe von den Bäu­men kom­men, scheint noch sehr geheim zu sein. Ich habe vor weni­gen Minuten ver­sucht mit­tels der Such­mas­chine Google her­auszufind­en wo Bäume, wie ich sie mir vorstellte, wach­sen und wo man sie ihrer Früchte beraubt. –stop

polaroidstrand5

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