in der straßenbahn

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nordpol : 15.02 UTC – Folgendes. Wenn ich mich schrei­bend mit deut­schen Menschen ausein­an­der­setze, die der Ansicht sind, afri­ka­ni­sche Menschen, die sich auf die Flucht nord­wärts nach Europa begeben, seien selbst schuld, wenn sie im Meer ertrinken, man sollte Ihnen nicht helfen oder nur im Notfall, wenn jemand da ist, also wenn Hilfe unver­meidbar ist, wenn sie demzu­folge nicht unsichtbar und unge­hört zu ertrinken drohen, stelle ich mir immer wieder einmal vor, was diese Menschen an diesem schönen Sonntag wohl gefrüh­stückt haben? Ich frage mich, ob sie gut geschlafen haben und wie sie wohnen, ob sie glück­liche Menschen oder eher unglück­liche Menschen sind? Haben diese Menschen Kinder? Würde ich sie in einer Stra­ßen­bahn sitzend erkennen? Also sitze ich etwas später in einer Stra­ßen­bahn. Und plötz­lich spüre ich einen Blick auf mir lasten, der nicht freund­lich ist. – stop

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