manhattanwelle

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marim­ba : 22.16 — Dampfende Stadt. Dampf aus dem Boden, Dampf von den Wolken, Bäume dampfen, Men­schen unter ihren Schir­men, selb­st Eich­hörnchen des Cen­tral Parks dampfen kleine Wolken aus dem Mund. Wie ich so gehe von Harlem aus nach Süden, von jedem Tick­etschal­ter her eine schwarze Stimme von Jazz. Das rat­ternde Geräusch der Sub­way, rhyth­misch, ihr warmer, öliger Atem, der dem Spazieren­den unter den Regen­schirm fährt. — Ein Mann zur Mit­tagsstunde nahe Madi­son Square Park mit­ten auf dem Broad­way im tosenden Verkehr. Er trägt einen feinen, dun­klen Anzug, aber grobe, staubige Schuhe. Immer wieder beugt er sich zur Straße hin, versenkt einen Zoll­stock in den Asphalt, tele­foniert, die Arme, als sei ihm kalt, eng an den Kör­p­er gepresst. Der Mann scheint wütend zu sein. Er geht ein paar Schritte süd­wärts, ver­misst ein weit­eres Loch, Rauch steigt von dort, ein flat­tern­der Faden. Als ob sich der Mann vergessen haben würde, nun zunächst in die Hocke, dann kni­et er nieder, späht in den Schlund.

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