möwen

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echo : 4.12 — Lese in Louis Kekkola’s Eis­buch Das Wal­fischorch­ester. Es ist jet­zt kurz nach vier Uhr, Däm­merung, Vögel pfeifen. In diesem Moment trage ich Hand­schuhe. Ich habe mein Ton­bandgerät angeschal­tet und spreche leise, in dem ich das zer­brech­liche Buch­we­sen in Hän­den halte. Kaum habe ich eine Seite abge­tastet, schließe ich den Kühlschrank, gehe in der Woh­nung spazieren und lasse mir alles durch den Kopf gehen. Dann kehre ich zurück und lese mit dampfen­d­em Atem weit­er. Höre in diesen Minuten das Tick­en des Weck­ers, der mir 15 Sekun­den Zeit erteilt, um das Buch der ungestü­men war­men Luft mein­er Woh­nung auszuset­zen. Auf Seite 87 ent­decke ich Louis Kekkola’s Notiz über das Leben der Möwen an nordis­chen Strän­den. Er habe, schreibt er, in seinem Leben noch nie eine Möwe berührt. Das ist erstaunlich, ich glaube, es existieren nur wenige Men­schen, die je eine Möwe mit ihren Hän­den berührten. Auch ich habe noch nie eine Möwe mit meinen Hän­den berührt. Ich kön­nte das ändern, ich sollte ans Meer fahren. — stop
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